Goldpreismanipulation durch Banken?

Banken ist Gold generell ein Dorn im Auge denn im Gegensatz zu Provisionen von durchschnittlich 20 bis 30% auf Fonds und Geldanlagen lohnt sich der Goldverkauf für die Banken nicht. Blöd nur das kein anderer dieser Fonds oder/und Geldanlagen auch nur annähernd mit der Goldpreisentwicklung mithalten kann. Wenn denn der Fond – wie vermittelte Schiffsfonds oder offene Immobilienfonds – nicht vorher pleite geht oder sich als illegales Schneeballsystem herausstellt. Dementsprechend verzweifelt scheinen die Banken zu versuchen – um Goldkäufer zu irritieren – den Goldpreis immer wieder künstlich zu manipulieren. 

US-Finanzmarktaufseher prüfen nun ob Banken den größten Goldmarkt der Welt manipuliert haben. So ein Bericht aus einem Zeitungsartikel des „Wall Street Journals“ nach Insiderkreisen.

Im Fokus soll dabei das Londoner Goldfixing stehen. Zweimal täglich wird dabei der Preis je Unze (circa 31 Gramm) durch eine Gruppe von großen Banken festgelegt.

Die Aufseher wollen nun die Transparenz dieses so genannten Fixings prüfen. Es ist nicht das erste mal und die Gerüchte halten sich hartnäckig, dass der Goldpreis bewusst manipuliert wird.

Ob allerdings eine Manipulation nachgewiesen werden kann halte ich persönlich für fragwürdig. Dies dürfte ähnlich unmöglich sein wie den Tankstellen nachzuweisen das sie bei den Benzinpreisen untereinander verbotene Absprachen tätigen. Trotzdem sind diese so offensichtlich, das jeder weiß das manipuliert wird.

Unabhängig dessen können auch die Banken den Goldpreis nur bedingt kontrollieren. So wurde bspw. der Goldpreis vor dem Jahre 2000 laut vieler Goldexperten durch die Zentralbanken manipuliert, indem massiv Gold auf den Markt veräußert wurde (Angebot und Nachfrage: Mehr Gold auf dem Markt führt zu sinkenden Preisen). Dies ging so lange gut bis die Zentralbanken fast all ihr Gold verkauft haben und nun wieder zum größten Teil auf die Käuferseite gewechselt sind. Ergo: Langfristig kann der steigende Goldpreis – trotz Manipulationen – nicht aufgehalten werden. Es bietet dem Goldkäufer zudem dadurch den Vorteil noch zu einem unterbewerten Goldpreis verhältnismäßig viel Gold zu erwerben.


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