Durchschnittskosteneffekt/Cost average effect eines Goldsparplans

Beim Goldsparplan wird immer wieder der Begriff Durchschnittskosteneffekt genannt, auch häufig unter der englischen Bezeichnung Cost average effect, was hat es damit auf sich? Erlaubt der Durchschnittskosteneffekt im mtl. Goldsparplan tatsächlich dem Anleger einen Vorteil zur klassischen Einmalanlage in Gold?

Der Cost average effect hat sich mittlerweile auch im deutschsprachigen Raum eingebürgert, die richtige Übersetzung mit der die meisten Leute wohl eher was anfangen können lautet Durchschnittskosteneffekt. Diese Bezeichnungen werden im Übrigen nicht nur bei Goldsparplänen häufig verwendet, sondern auch bei anderen mtl. Sparformen wie bspw. im Fondsbereich.

Definition Durchschnittskosteneffekt/Cost average effect

Doch kommen wir erst einmal zu der genaueren Bezeichnung dieses Begriffs: Einfach formuliert erlaubt der Cost average effect dem Anleger bei fallenden Kursen mehr Anteile zu erwerben – also im Falle eines Goldsparplanes mehr physisches Gold in Gramm – und bei steigenden Kursen hingegen automatisch weniger Anteile.

Vorteil des Durchschnittskosteneffekts/Cost average effects

Der Vorteil dieses Durchschnittskosteneffektes ist u.a. darin zu sehen, dass die Volatilität nicht so negativ ausfällt, denn durch den regelmäßigen Kauf werden die Kursschwankungen ausgeglichen. Insbesondere der Normalbürger neigt bekanntermaßen dazu zu Höchstkursen einzukaufen und zu Tiefstkursen in Panik zu geraten. Durch den Cost average effect erzielen selbst unerfahrene Anleger eine gute durchschnittliche Performance. Gerade beim Gold ist die regelmäßige kontinuierliche Anlage ideal. So lag die durchschnittliche jährliche Wertsteigerung die letzten Jahre bei 11,7 % – Zeitraum 1970 bis 2010. Wer also regelmäßig Geld in Gold getauscht hat, konnte eindeutig nichts falsch machen und überproportional profitieren. Und da Gold eine langfristige Anlage ist, d.h. der Goldpreis aufgrund der zunehmenden Verknappung im Wert langfristig nur eine Richtung kennt, ist für den durchschnittlichen Anleger ein Goldsparplan daher optimal.

Ein Beispiel zum Vorteil des Durchschnittskosteneffekt/Cost average effect

Wer eine Einmalanlage noch vor einigen Monaten zum Höchstkurs von knapp unter 2.000 US-Dollar die Feinunze getätigt hat, der muss nun erst einmal viel Geduld beweisen, bis der Goldpreis wieder sein Allzeithoch erreichen wird. Dies kann noch dieses Jahr passieren (eher unwahrscheinlich, doch natürlich im Falle eines Crash nicht unmöglich), doch wird wahrscheinlich noch etwas länger – womöglich einige Jahre – andauern. Wer hingegen zum Zeitpunkt des Allzeithochs einen Goldsparplan getätigt hat, hat zwar auch zu Zeiten des letzten Höchstkurses Gold erworben, doch nun die letzten Monate umso mehr Gold spottbillig erwerben können und profitiert somit durch einen guten Durchschnittspreis.

Allerdings muss man dazu sagen, das es noch vor einigen Jahren gar nicht die Möglichkeit eines Goldsparplanes gab, zumindest nicht für den Durchschnittsbürger. Gold war nahezu ausschließlich eine Anlage für sehr vermögende Anleger. Doch die Zeiten haben sich geändert und mittlerweile kann erfreulicherweise selbst der Kleinstanleger physisches Gold zu Konditionen erwerben wie es noch vor wenigen Jahren ausschließlich sehr wohlhabenden Menschen möglich gemacht wurde. Und somit ebenso einfach am Durchschnittskosteneffekt partizipieren und profitieren.

Aktuell muss man fairerweise sagen, dass der Goldpreis stark unterbewertet ist und somit eine Einmalanlage – wer Kapital übrig hat – in  Angesicht des mittelfristigen Goldpreisanstieges sinnvoller ist, doch in normalen Zeiten sehe ich für den privaten Anleger das dauerhafte sparen, also regelmäßig einen Teil seines Vermögens in Gold abzusichern und somit durch den Durchschnittskosteneffekt zu profitieren, klar im Vorteil.

Und last but not least, bleibt Gold in erster Linie immer eine Versicherung für das Vermögen und keine Anlage, daher sollte jeder regelmäßig einen Teil seiner erarbeiteten Werte absichern. Auch daher lohnt es sich die Vorteile eines Goldsparplanes zu nutzen.


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3 Kommentare zu Durchschnittskosteneffekt/Cost average effect eines Goldsparplans

  1. Pingback: Vielen Dank für die Goldpreismanipulation | Goldsparplan Vergleich

  2. Columbus sagt:

    Erzielt man auch einen Durchschnittskosteneffekt wenn man zB monatlich 1 Unze kauft?
    Oder sehe ich das falsch?

    • admin sagt:

      Hallo Columbus,

      interessante Frage. Also, wenn man jeweils eine Unze kauft, dann passt man ja immer die Währung (bspw. Euro) an den aktuellen Unzenpreis an, doch dennoch erzielt man auch dabei einen Durchschnittskosteneffekt, da man mal günstiger und mal etwas teurer eine Unze erwerben wird und somit auf einen entsprechenden Cost-Average-Effect kommt.

      Bedeutet also, ob man jeweils monatlich einen festen Betrag Währung in Gold absichert oder eine bestimmte Gewichtseinheit in Gold ist für den Durchschnittskosten-Effekt unerheblich.

      Somit siehst Du es also vollkommen richtig!

      Liebe Grüße

      Matthias

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