Warum ein Bausparvertrag 2011 nur Verlust eingebracht hat

Die obige Überschrift müsste eigentlich korrekt lauten, warum ein Bausparvertrag -ebenso wie ein Riester-, Rürup, Kapitallebensversicherungsvertrag oder Sparkonten und den meisten  Anleihen und Zertifikaten- nur Verluste einbrachte, doch wäre die Überschrift dann ein wenig zu lang geworden. 😉

Nun, sofern Sie regelmäßiger und treuer Blogleser sind, ist es Ihnen längst bewusst warum die herkömmlichen Anlagen außer nominaler Wertsteigerungen nur Verlust bedeuten, doch ich möchte es -da ich passender Weise gerade in einen der letzten Artikel über die Goldpreisentwicklung im Jahre 2011 gesprochen habe- an dieser Stelle etwas ausführlicher erläutern, denn auch hier machen viele Leute (leider) einen typischen Fehler bei der Betrachtungsweise. Wir werden uns daher von der Makroperspektive in den Mikrobereich zubewegen und ganz akribisch und genau die Wahrheit aufdecken, so wie es eben kein Vermögensberater oder Bankberater sonst -generell aus Unwissen- erzählen würde.

Nun welchen Fehler machen die meisten Sparer? Sie sehen wieder einmal nur den Zinsertrag und achten nicht auf den Negativzins (Inflation) und Steuern. So sieht bspw. der gewöhnliche Sparer aus der Makroperspektive lediglich das er bspw. in seinem Bausparvertrag 2 Prozent Zinsen erhalten hat und dies exakt 9,65 Prozent weniger Wertentwicklung bedeutet hat, als das was der Goldsparplananleger erzielt hat, da dieser 2011 bekanntlich 11,65 Prozent Wertsteigerung durch seinen Goldsparplan generieren konnte.

Doch ist dieses nur die Halbe Wahrheit, denn wenn wir uns auf die Mikroperspektive zubewegen, kommen beim Bausparanleger zu einem diverse Gebühren dazu (diese lassen wir jetzt mal unberücksichtigt), zudem fallen Steuern an (auch auf diese gehen wir jetzt nicht weiter ein) und last but not least und das ist das Wesentliche, hat allein der negative Zins (Inflation) den positiven Zinsbetrag um ein vielfaches aufgefressen.

Die öffentliche Statistik hat eine Inflationsrate um die 3 Prozent für 2011 ermittelt. Da wir wissen das diese Zahl genauso schön gerechnet wird wie bspw. die offiziellen Arbeitslosenstatistiken oder die Durchschnittseinkommen, nehmen wir hier eine realere Inflation, welche den meisten Bloglesern viel gelegender sein dürfte. Wir gehen hier also konservativ von einer Inflation von 5 Prozent aus.

Sie können im Übrigen gerne Ihre eigene Inflation ermitteln, indem Sie einfach einmal jährlich Ihren persönlichen Warenkorb vergleichen, der haargenau so aufgestellt sein sollte wie ein Jahr zuvor. So viel kann ich Ihnen schon jetzt versprechen, Sie werden erstaunt sein und wahrscheinlich werden Sie sogar eine eigene Inflation jenseits der 5 Prozentmarkte für sich ermitteln. Wie bereits erwähnt, auch unsere Inflation ist „konservativ“. Sofern Sie über ein geringes Einkommen verfügen, liegt Ihre eigene Inflation in der Regel umso weiter über der „offiziellen“ Inflationsrate, da gerade die alltäglichen Dinge teurer werden und sich die meisten Menschen nicht jedes Jahr diverse technische Geräte kaufen, welche in der offiziellen Inflation enthalten sind. Wichtig für Sie ist, das Sie fremde Warenkörbe und somit offizielle Inflationszahlen nicht interessieren sollten, sondern nur Ihr eigener Warenkorb und somit ihre eigene Inflation.

Der Bausparanleger hat somit bei 2 Prozent Zinsen minus 5 Prozent Negativzins = -3 Prozent Wertsteigerung 2011 erzielt. Eine „tolle“ Anlage nicht wahr! 😉

Das selbe dürfte für die meisten anderen Anlagen wie Riester, Rürup, Kapitallebensversicherungen, Sparkonto, Tagesgeld, Anleihen, Zertifikate -da die meisten weit unter 5 Prozent Wertsteigerung erzielen- ebenso zutreffen.

Der Anleger der statt dessen weise in einen Goldsparplan seine Ersparnisse absichert, hat bei 11,65 Prozent Wertsteigerung 2011 minus der Inflation von 5 Prozent -wie oben erläutert- real etwa 6,75 Prozent Wertsteigerung erzielt bzw. kann sich von seinem Umtausch Geld in Gold etwa 6,75 Prozent von mehr kaufen als ein Jahr zuvor. Sofern Ihre persönliche Inflation höher liegt, sinkt dieser Betrag natürlich dementsprechend.

Ich hoffe ich konnte Ihnen damit mal wieder die Zinsillusion von Zinsanlagen wie Bausparer, Riester, Rürup, Kapitallebensversicherung und Co etwas näher bringen. Denken Sie immer daran, „der Zins gaukelt dem Sparer nur eine Wertsteigerung vor“. Ein Goldsparplan ermöglicht es Ihnen u.a. sich aus dieser Illusion zu befreien, denn Gold kennt keine Inflation, da es nicht auf Papiergeld aufbaut, sondern ein Sachwert ist. Gold kann darüber hinaus jederzeit in jede andere beliebige Währung umgetauscht oder gar als Notgeld -in kleinen Barren- eingesetzt werden.

Und was passiert mit den Leuten die einen Bausparvertrag haben wenn die Inflation in den kommenden Jahren auf 10 oder gar 20 Prozent anzieht? Und was passiert gar bei einem Währungsschnitt? Sie sehen ein Bausparplan ist alles andere als sicher – gilt im Übrigen genauso für Riester, Rürup, Kapitallebensversicherungen, Sparkonto, Anleihen, Zertifikate und Co- und unterliegt vielen spekulativen Risiken jenseits der zugesicherten Rendite. Ganz zu schweigen vom Emittentenrisiko.

Doch sofern Sie einen Goldsparplan haben, kann es Ihnen egal sein wie hoch die Inflation ist und zukünftig sein wird oder wie sicher der Euro ist oder ob gar die Gesellschaft -welche den Goldsparplan vermittelt- pleite geht, denn ihr Gold wird auch in 20 und 50 Jahren immer noch genauso schön glänzen wie heute. Und sofern Sie ihr Geld direkt 1 zu 1 in kleine Barreneinheiten umtauschen, wird -zumindest bei unserer Goldsparplanempfehlung- das Gold als Sondervermögen geführt, so dass Sie selbst im Falle der Insolvenz keine Nachteile erleiden können.


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Ein Kommentar zu Warum ein Bausparvertrag 2011 nur Verlust eingebracht hat

  1. Thomas sagt:

    Das stimmt genau!

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