Sind Anlagediamanten eine sinnvolle Beistreuung im Vermögensportfolio?

Anlagediamanten könnten eine sinnvolle Ergänzung im Vermögensportfolio sein, allerdings sollte man vorab einige wichtige Dinge beachten.

Sie erinnern sich an Marilyn Monroe, die als Kult-Blondine und Fernsehschönheit vor allem die männlichen Zuschauer gleich reihenweise um den Verstand gebraucht hat? Nun, dann kennen Sie sicherlich auch jenes Zitat, dass Diamanten nach wie vor die besten Freunde einer jeden Frau sind!? Nicht minder attraktiv sind Anlagediamanten jedoch, wenn eine gute sichere Rendite für das angesparte Geld gesucht wird!

Die Suche nach einer guten Rendite fällt heute schwer!

Aktien schienen in der Vergangenheit für viele Anleger eine lohnende Alternative. Ein Trend, weg von Sparbuch und Festgeld, der nicht unbedingt mit einer größeren Risikofreude der Investoren Hand in Hand geht.

Vielmehr scheint die Suche nach alternativen Anlagestrategien oftmals aus der Not geboren. Denn letzten Ende hat diese Flucht vieler Anleger in Rohstoffe, Edelmetalle auch mit den mickrigen Zinsen zu tun, die heute vielerorts auf Fest- und Tagesgeld gezahlt werden. Die nämlich sind derzeit so niedrig, dass ein Vermögen nach und nach aufgezehrt wird. Ganz einfach, weil die gezahlte Rendite oftmals unterhalb der Teuerungsrate liegt, so dass derjenige, der zu Beginn des Jahres eine Summe X zur Verfügung hatte, zum Jahresende einen realen Verlust gemacht hat.

Vor allem institutionelle Anleger setzen auf Sachwerte!

Wer (s) ein Vermögen sichern oder gar vermehren will, wird daher heute an Sachwerten nicht mehr vorbeikommen. Das könnten Aktien, also Beteiligungen an Firmen, aber auch Edelmetalle oder Anlagediamanten sein. Aktien allerdings benötigen viel Know How und können im Worst Case einen Totalverlust bedeuten.

Auch die Produkte für Privatinvestoren häufen sich. Zudem bestätigen Experten und Banken, dass auch viele Privatleute heute Gold und Silber sowie Anlagediamanten und Münzen für ihre Anlagestrategie entdeckt haben.

Anlagediamanten bieten Chancen wie auch Risiken:

Anlagediamanten BuchSchließlich gelten gerade Diamanten als wertbeständig und unvergänglich. Doch ist es wirklich so, dass eine Anlage in Edelsteine und Edelmetalle stets ein glänzendes Geschäft ist?

Nun, zunächst einmal handelt es sich hier um (seltene) Rohstoffe, die stets, auch im Falle von wirtschaftlichen Unruhen und Finanzkrisen, einen bestimmten Wert haben.

Totalverluste, bei Aktien und Zertifikaten durchaus denkbar, sind daher bei einem Investment in Anlagegold oder Anlagediamanten nicht zu befürchten. Auf der anderen Seite ist es so, dass hier eine Rendite ausschließlich über die Kursschwankungen und Wertsteigerungen an den Rohstoff- und Edelsteinbörsen generiert wird. Will meinen: Wie die Aktienkurse, können auch die Diamanten- und Goldpreise sinken oder – schlimmstenfalls – dramatisch einbrechen.

Das bedeutet, dass ein Goldbarren oder eine Diamanten-Kollektion, die an einem bestimmten Stichtag erworben wird, auch an Wert verlieren kann. Anleger sollten also die Schwankungen der Edelmetall- und Edelsteinpreise im Blick haben und niemals unüberlegt kaufen (Alternative: Regelmäßig kaufen um so durch den Cost-Average-Effect die Preisschwankungen auszugleichen).

Das gilt um so mehr bei Diamanten, deren Reinheit und Wert für den Laien schwer einschätzbar ist. Denn im Gegensatz zu Anlagemünzen oder Silberbarren, die am Tag X einen festen, börsennotierten Wert haben (der auch im Wirtschaftsteil jeder größeren Zeitung publiziert wird), hängt der Wert von Edelsteinen von diversen Faktoren ab.

Seltene Farben oftmals besonders begehrt!

Unter anderem entscheidet hier Größe, Schliff und Reinheit über den Preis. Auch die Farbe eines Diamanten kann viel zu seinen späteren Wertsteigerungschancen beitragen. So erfreuen sich heute auch farbige Anlagediamanten, so genannte Fancy Colored Diamonds, großer Beliebtheit.

Besonders begehrt sind die Farben Blau und Rosa, die bei Sammlern sehr gefragt sind und daher in der Regel viel Potential haben. In Sachen Investment können daher Farbdiamanten eine Alternative zu einem naturfarbenen Stein sein.

Wertstabil, jedoch nicht „unkaputtbar“:

Dabei sind Anlagediamanten, trotz ihres oftmals hohen Wertes, relativ klein und handlich zu lagern. Bevorzugt natürlich in einem Tresor oder versicherten Bankschließfach, denn theoretisch kann jeder Dieb einen Diamanten oder eine Goldmünze, die entwendet wurde, rasch und spielend „leicht“ versilbern.

Auch Stöße oder Brände können Diamanten beschädigen und stark in ihrem Wert beeinträchtigen. Eine sichere Lagerung, die das Edelmetall oder den Edelstein vor Kratzern und anderen Beschädigungen schützt, ist damit unverzichtbar.

Speziell Anlagediamanten sollten dabei ausschließlich bei Fachhändlern sowie mit anerkanntem Zertifikat gekauft werden. Ob sich dann ein Wertzuwachs einstellt, wird von vielen verschiedenen Faktoren abhängen. Den Sammlereigenschaften, aber auch der politischen und wirtschaftlichen Lage. So tragen politische Unruhen oftmals zu einer verstärkten Nachfrage nach Diamanten und Edelmetallen bei und können damit die Preise nach oben treiben. Auch die Nachfrage einzelner Länder, etwa aus China, trug in der Vergangenheit oftmals zu stabilen Preisen sowie Kursgewinnen bei.

Auf der anderen Seite kann dies niemand garantieren und können Edelsteine und Anlagegold auch an Wert verlieren. In den letzten Jahrzehnten ist der Preis der Anlagediamanten sehr stabil gestiegen und ist wesentlich weniger volatil verlaufen als bspw. die Goldpreisentwicklung, wie die folgende Grafik eindrucksvoll zeigt:

Anlagediamanten Preisentwicklung 1960 bis 2013

Anlagediamanten Preisentwicklung 1960 bis 2013

Wie oben in der Abbildung ersichtlich entwickelte sich der Preis für Anlagediamanten nahezu unaufhörlich von 2.700 USD im Jahre 1960 auf 28.400 USD im Jahre 2013.

Zum Vergleich die Goldpreisentwicklung: Der Goldpreis hat sich im selben Zeitraum etwa 4 mal so stark entwickelt wie die Preise für Anlagediamanten. Lag der Goldpreis im Jahr 1960 bei etwa 35,7 USD, war er im Jahre 2013 bereits bei etwa 1.600 USD, d.h. der Goldpreis ist um etwa x 45 gestiegen, der Preis für Anlagediamanten hingegen „nur“ um mal 10,5.

Totalverluste indes sind (es sei denn, der Rohstoff würde dem Anleger entwendet oder durch ein Feuer oder einen Erdrutsch zerstört) bei Diamanten, wie bei Edelmetallen, nie zu befürchten!

Fazit zu Anlagediamanten:

  • Anlagediamanten können eine zusätzliche sinnvolle Diversifikation im Vermögensportfolio darstellen, allerdings sollte man es dabei auch nicht übertreiben.
  • Positiv ist bei Diamanten vor allem, das sehr viel Wert auf kleinsten Raum abgesichert wird, so das sie u.a. leicht versteckt werden können und besonders mobil sind.
  • Auch die stabile Wertentwicklung macht Anlagediamanten prinzipiell attraktiv. Dennoch ist es keine Anlagenklasse für kurzfristige Spekulationen, sondern ähnlich wie die Goldanlage, ein langfristiges Investment.
  • Beachten sollte man bei Anlagediamanten auch den verhältnismäßig hohen Spread – Spanne zwischen Kauf und Verkauf.
  • Im Gegensatz zur Goldanlage fallen bei Anlagediamanten zudem 19% Mehrwertsteuer an und sollten daher in den Kosten berücksichtigt werden.
  • Ansonsten sind Anlagediamanten in Deutschland – ebenso wie Gold – nach einem Jahr Spekulationsfrist vor der 25 prozentigen Abgeltungssteuer befreit. Auch Solidaritätsbeiträge und Kirchensteuer fallen bei Anlagediamanten, nach diesem Zeitraum, nicht an.

Weitere Vor- und Nachteile der Diamantenanlage und wertvolle Tipps zu Anlagediamanten finden Sie auch im folgenden Beitrag.

 

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Staatsverschuldung Deutschland, Rendite und Auswirkungen auf die Altersvorsorge

Die Staatsverschuldung in Deutschland konnte letztes Jahr (2015) erstmals abgebaut werden. Ist nun alles Friede, Freude, Eierkuchen? Und Auswirkungen der Geldpolitik auf die Altersvorsorge.

Trotz bester Wirtschaftslage, dem Glück des Ölpreisverfalls und stark gesunkenen Kreditzinsen war der Staatsschuldenabbau Deutschlands im letzten Jahr lediglich ein Tropfen auf den heißen Stein. Musste Deutschland im Jahre 1995 noch über 6 Prozent Zinsen an seine Gläubiger zahlen, sind es aktuell nur noch 0,41 Prozent, d.h. der Finanzminister muss aktuell 14 x weniger Kreditzinsen aufwenden.

Statistik: Entwicklung der Rendite zehnjähriger Staatsanleihen Deutschlands in den Jahren von 1995 bis 2015 | Statista
Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Dennoch konnten die Staatsschulden in Deutschland nur marginal verringert werden und liegen nach wie vor bei weit über 2 Billionen Euro. Bedeutet, würde Deutschland weiterhin nur jedes Jahr 17 Milliarden Euro seiner Staatsverschuldung (2,17 Billionen Euro) abbauen, dann würde es unvorstellbare 130 Jahre dauern bis Deutschland seine Schulden zurück gezahlt hätte.

Logisch, also, das zukünftig andere Maßnahmen getroffen werden müssen, damit der Schuldenstand Deutschlands auf angemessenen Niveau bleibt. Die Schweiz lebt es vor, hier bekommen die Anleger schon jetzt Minuszinsen, aktuell -0,22 Prozent. Die EZB tut nun alles damit sich die Zinsen weiter brav nach unten entwickeln. Die Notenpressen werden beschleunigt und somit werden wir es zusätzlich mit einer „Ketchup-Inflation“ zu tun bekommen.

Der Dumme ist letztendlich der Sparer, der immer stärker durch die Hintertür enteignet wird. Im folgenden Videobeitrag mehr zu der Verschuldung Deutschlands, der Geldpolitik und den Auswirkungen auf Lebensversicherungen, Riester, Rürup, Bausparverträge und Co. Dem nicht genug werden nun immer weitere Maßnahmen ergriffen damit niemand aus dem Schuldgeldsystem flüchten kann. Ein Bargeldverbot wurde gerade auf dem letzten Wirtschaftsforum in Davos besprochen. Laut der Deutschen Bank wird das Bargeld in einem Zeitraum von 10 Jahren abgeschafft.

Die SPD will den Bargeldverkehr beschränken und nur noch maximal 5.000 Euro Barzahlung zulassen. Alle Bewegungen um den Bürger zur Bürge heranzuziehen laufen also auf Hochtouren. Schäuble hat sogar letzte Woche die deutschen Sparguthaben zur EU-Sicherung freigegeben. Bedeutet, nun kann der deutsche Bürger für die gesamte Eurozone haftbar gemacht werden.

Fazit: Die Richtung zur bewussten Steigerung der Inflation und Entwertung der Geldvermögen sind klar absehbar. Sparer in Geldwertanlagen – wie Riester, Lebensversicherungen, Bausparverträgen, Bankguthaben, Betriebliche Altersvorsorge – werden zukünftig mehr bluten als jemals zuvor. Zudem wird es zunehmend schwierig sein sich aus diesem Schuldgeldkreislauf zu befreien. Gold ist daher Banken und Politikern ein Dorn im Auge, denn mit Gold kann man sich aus dieser Bürge befreien, da Gold keine Schuld kennt – jenseits des Geldkreislaufes. Ein Barren bleibt immer ein Barren. Geld hingegen kann und wird entwertet werden.

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5 mögliche Crash Szenarien – wirtschaftliche Abwärtsrisiken extrem zugenommen

Die wirtschaftlichen Abwärtsrisiken haben in den letzten Monaten extrem zugenommen. Fünf mögliche Crash Szenarien und warum die Risiken gefährlicher sind als 2008, beim letzten großen Crash.

Wer die wirtschaftliche Situation weltweit und die Geldpolitik der Zentralbanken beobachtet, der wird längst mitbekommen haben, dass das Geldsystem vor dem zerbersten steht.

Als letztes Mittel werden weltweit gigantischen Geldsummen aufgewendet. So hat China, um den Börsencrash abzufangen, über 700 Milliarden USD seiner Währungsreserven verpulvert.

Die EZB überschwemmt ebenso als letztes „Allheilmittel“ den Markt mit Geld, in der Hoffnung den Inflationsrückgang endlich aufzuhalten. Meine Meinung: Um steigende Inflation muss sich die EZB zukünftig keine Gedanken machen, wir werden eine „Ketchup-Inflation“ bekommen, d.h. ein sehr rascher Anstieg der Preise. Das Argument der EZB halte ich im Übrigen für eine glatte Lüge, der wahre Grund dieser geldpolitischen Maßnahmen sehe ich vor allem in den enormen angewachsenen Staatsschulden. Die EZB weiß genau, das ohne billiges Geld Italien, Frankreich und viele weitere europäische Länder längst bankrott wären. So kauft man sich Zeit. Zeit in der sich die hoch verschuldeten Staaten günstig refinanzieren können. Problem dabei ist nur, dass die Zeit nicht für Strukturreformen genutzt wird, sondern ganz im Gegenteil, die Staaten sich an die Situation des günstiges Zinses gewöhnen und munter weitermachen.

Und da mittelfristig, durch die Maßnahmen der EZB, auch die Inflation ansteigen wird, werden die Staaten ihre Schulden durch die Hintertür entwerten können.

Aber auch in Japan und den USA sieht es nicht anders aus. Zwar hat die FED die Zinsen erhöht, doch dürfte diese marginale Erhöhung lediglich aufgrund des Vertrauenserhaltens durchgeführt worden sein – denn schon oft genug wurde eine Zinserhöhung in Aussicht gestellt -, als eine geldpolitische Wende einzuleiten. Die USA können sich einfach, da das Land ebenso hoch verschuldet ist, keinen höheren Zins leisten.

Und über Japan, welches bereits weiter über 200 Prozent des BIP verschuldet ist, braucht es keiner weiteren Worte. Das Land ist faktisch längst bankrott. Nur die derzeit lächerlichen und historisch einmaligen niedrigen Zinsen halten das Land weiterhin am Monopoly Tisch. Welche Maßnahmen betreibt Japan nun um das Ruder vielleicht doch nochmal umzudrehen? Genau, auch hier laufen die Notenpressen auf Hochtouren.

Der Verfall des Ölpreises

Aber nicht nur die großen Volkswirtschaften, mit ihren rasant angewachsenen Schuldenbergen und dem letzten verzweifelten Akt des Geld druckens, belegen das ein Reset des Geldsystems unmittelbar bevorstehen könnte, sondern auch an anderen Stellschrauben werden zunehmend Risiken ersichtlich.

Da wäre zum Beispiel der sinkenden Ölpreis. Länder wie Russland, Venezuela und Saudi Arabien sind vom Ölgeschäft im hohen Maße abhängig. Diesen Ländern fehlen nun wichtige Einnahmen, welche nun, aufgrund des Ölpreisverfalls, ausbleiben. So ist in Russland der Rubel auf ein historischen tief abgeschmiert. Dadurch dass der Rubel immer weniger wert ist, können sich die Menschen im Land parallel immer weniger kaufen. Dies betrifft vor allem die Menschen welche eh schon wenig haben – Lebensmittel werden zum Luxusgut. Eine katastrophale Situation. Nicht unwahrscheinlich das bald der 1. Staat, in den stark vom Öl-Export abhängigen Ländern, in die Abwärtsspirale rutsch und einen Dominoeffekt auslöst.

Die BRIC-Staaten

Für unser auf ständiges Wachstum ausgelegtes Geld-System, waren die BRIC-Staaten einer der letzten Hoffnungen Wachstum zu generieren. Wachstumsraten welche das Schuldgeldsystem unbedingt benötigt um die Kredite weiter bedienen zu können. Doch egal ob Brasilien, Russland, Indien oder China (BRIC) Wachstumsraten im zweistelligen Bereich sind mittlerweile reine Fiktion.

In China werden die Löhne immer teurer und das Land hat mit hoher Korruption zu kämpfen, auch die Politik vor Ort, welche ungern ausländische Unternehmen fördert, macht das Land immer unattraktiver für ausländische Investoren. Von den Randerscheinungen des Wachstums in China, wie bspw. die zunehmende Umweltproblematik im Land, ganz zu schweigen.

Auf Russland wurde bereits kurz eingegangen, doch wie sieht es mit Brasilien aus? Brasilien ist mitten in einer der schwersten Wirtschaftskrisen aller Zeiten.

Nur in Indien schaut es noch ganz gut aus. Zwar sind auch hier keine Wachstumsraten im zweistelligen Bereich ersichtlich, doch immer noch weit mehr als in den gesättigten Volkswirtschaften. Statistik: Indien: Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 2004 bis 2015 (gegenüber dem Vorjahr) | Statista
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Randbemerkung: Ich hoffe, sie haben nicht in einer der modischen Fonds „Schwellenländer-Fonds“ investiert, welche von kreativen Finanzinstituten noch vor einigen Jahren im großen Stile auferlegt wurden.

Wir halten also kurz fest: Global gibt es ein gigantisches Schuldenproblem. Die Politiker weltweit haben in ihrer letzten Verzweiflung – auch wenn nicht öffentlich ersichtlich – die Zentralbanken dazu angehalten die Notenpressen hoch zufahren um so das System weiter am laufen zu halten. Die Auswirkungen dieser Politik sehen wir schon heute an den Negativzinsen und damit meine ich nicht den realen Zins nach Inflation, sondern viele Geldanlagen erzielen tatsächlich keine positive Renditen mehr, sondern negative Zinsen. Wie krank muss ein System sein, wo der der Schulden macht, auch noch dafür belohnt wird? Diese irrwitzige Geldpolitik wird in jedem Fall weiter durchsickern. Auch Strafzinsen auf Bankguthaben dürften nur noch eine Frage der Zeit sein.

Dann wäre da noch der Ölpreis, für viele ein Segen, doch für andere, nämlich die welche mit Öl Geld verdienen, ein Fluch.

Neben der Schuldenproblematik und dem aktuellen Ölpreis, ist ein Wachstumsschub aus den viel zitierten Schwellenländern, allen voran den BRIC, äußerst unwahrscheinlich. Dadurch, dass die Fed – „cleverer“ Weise – noch den Zins erhöht hat, werden aus diesen Ländern nun zusätzlich Bargeldbestände abgezogen und in die USA transferiert. Zudem erlangen die Schuldenberge der BRIC zusätzliche Dynamik, da der USD – die Währung in der die angehäuften Schulden der Schwellenländer generell größtenteils geführt werden – an Wert dazu gewinnt. Statt Wachstumsbeschleuniger, stellen die BRIC-Staaten also aktuell vor allem eine zusätzliche Risikogefährdung dar.

Schon diese Risikofaktoren allein sind rekordverdächtig und nahezu einmalig, doch es gibt noch viele weitere Risiken welche ernsthafte (zusätzliche) Auswirkungen auf das System haben könnten. Nehmen wie bspw. die aktuelle Flüchtlingswelle. Werden die Sozialsysteme diesen anrauschenden Tsunami verkraften können? Wird Europa eine europäische Lösung für die Flüchtlingsproblematik finden oder wird sich Europa spalten? Zusätzliche Grenzen würden in jedem Fall der Wirtschaft einen nicht unwesentlichen Schaden zufügen.

Ich möchte keine Panik auslösen und auch keine Ängste schüren. Doch ich denke es ist wichtiger als jemals zuvor einen Teil seiner Ersparnisse aus dem Schuldgeldkreiskauf zu befreien. Wenn es weiter gut geht und das Geldsystem, wieder erwartend, weiter bestehen sollte, dann wunderbar. Doch die derzeitige Entwicklung, die zusätzlichen Risiken und nicht zuletzt die Geschichte – jeder ungedeckten Währung – zeigen eindeutig die weitere Richtung an. Daher ist es für mich persönlich keine Frage ob das System kollabiert, sondern nur wann. Passend zu dieser Thematik das Video: 5 mögliche Crash Szenarien

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Warren Hogan und Victor Thianpiriya: Goldnachfrage aus Asien wird extrem anziehen

Laut der Prognose der ANZ-Analysten Warren Hogan und Victor Thianpiriya wird die physische Goldnachfrage aus Asien extrem anziehen.

Warren Hogan und Victor Thianpiriya, Analysten der New Zealand Banking Group, prognostizieren eine rasante Nachfrage nach physischem Gold. Allein aus Asien wird sich, ihrer Meinung nach, die aktuelle Nachfrage von 2.500 Tonnen, bis zum Jahr 2030, auf 5.000 Tonnen verdoppeln. Dies wären 175% der globalen Minenförderung.

Logisch, das dieser erhöhte Nachfrage automatisch auch einen steigenden Goldpreis bedeuten würde und so ist es nicht überraschend das Warren Hogan und Victor Thianpiriya die Feinunze dann bei 2.400 USD sehen.

Demnach ist der aktuelle Goldpreis spottgünstig!

Ich persönlich sehe die Prognose von Warren Hogan und Victor Thianpiriya sogar noch als weit konservativ an, denn würde der aktuelle Goldpreis auf 2.400 USD ansteigen, wären dies gerade mal etwa 5% Wertsteigerung im Jahr, was viel weniger wäre als die vergangenen 40 Jahre – Zeitraum 1970 bis 2010 – , in der der Goldpreis um durchschnittlich 11,7% pro Jahr gestiegen ist.

Doch natürlich ist die Vergangenheit kein Garant für die Zukunft. Also möchte ich nur drei klare Argumente nennen, warum ich auch in den nächsten Jahrzehnten eine vergleichbare Entwicklung des Goldpreises, weit oberhalb von 5%, für mehr als realistisch halte:

  1. Der Goldpeak ist längst erreicht, d.h. der Bezug, von Warren Hogan und Victor Thianpiriya, zu den 175% der weltweiten Minenföderung dürfte dann weit oberhalb der 175% liegen, was wiederum heißt, das lediglich eine Verdopplung des Goldpreises, um Angebot und Nachfrage auszugleichen, bei weitem nicht ausreichen würde.
  2. Weltweit laufen die Notenpressen auf Hochtouren, wodurch die Verbraucher zunehmend das Vertrauen in das staatliche Geld und Geldanlagen verlieren und sich zurück auf „wahre“ Werte besinnen. Dies dürfte zusätzlich für eine steigende Nachfrage, nach physischem Gold, weltweit sorgen.
  3. Die wachsende Bevölkerung bei gleichzeitig sinkender Goldförderung, wird sich ebenso positiv auf den Goldpreis auswirken.

Doch der wahre Wert, und dies sollte jedem Goldanlager bewusst sein, liegt bei Gold natürlich nicht in dem fiktiven Wertsteigerungspotential, sondern vor allem in dem Besitz. Denn „langfristig“ gilt die Devise: „Geld verfällt. Gold erhält!“ Schon sehr rasch könnte es zu einer Situation kommen – wie 2008 als die Finanzkrise tobte, welche im Übrigen nicht behoben wurde, sondern immer noch anhält – , wo Gold einer der wenigen Anlagen darstellt welche das Vermögen bewahrt. Gold ist und bleibt daher die einzig wahre Währung und wird auch in der Zukunft alle kommenden Krisen und Politiker überdauern, so wie seit über 5.000 Jahren der Menschheitsgeschichte.

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„Bester Goldhändler“ laut Focus Money

Gold und Edelmetalle stehen als Wertanlage bei Anlegern hoch im Kurs. Man weiß als Käufer aber nicht, welcher Händler im Vergleich besonders kundenorientiert und gut sortiert ist. Man würde als Anleger gerne erfahren, welcher der bekannten Edelmetallhändler herausragende Leistungen bietet. Nun herrscht mehr Klarheit, denn das Magazin „Focus Money“ hat in Zusammenarbeit mit dem „Deutschen Finanzservice Institut“ einen Test unter 30 Edelmetallhändlern initiiert. Das Ergebnis: Klarer Sieger wurde der „GoldSilberShop.de GmbH“ aus Wiesbaden. Er wurde als „Bester Goldhändler“ ausgezeichnet.

Der beste Edelmetallhändler kommt aus Wiesbaden

Der Wiesbadener Edelmetallhändler „GoldSilberShop.de GmbH“ konnte sich gegen die 30 Mitbewerber durchsetzen. Getestet wurden die bekanntesten und größten Anbieter in der Edelmetallbranche in mehreren Disziplinen. Untersucht wurden Kriterien wie das Ankaufs- oder Serviceangebot sowie die Lagerung der Edelmetalle. Dabei geht es beispielsweise um Silber- oder Goldbarren und Münzen. Und obwohl der „GoldSilberShop.de GmbH“ erst seit 2012 in der Szene aktiv ist, konnte er dreimal die Bestnote und zweimal die zweitbeste Note einheimsen. Das ist sicher kein Zufall. Hier deutet sich an, dass man hohe Kundenorientiertheit und eine gute Marktanalyse zur Grundlage genommen hat, um seinen Konkurrenten mit besseren Leistungen die Stirn zu bieten. Der Gründung des Unternehmens anno 2010 folgte 2015 eine Service-Offensivem, die sich ausgezahlt hat.

Der von „Focus Money“ ausgezeichnete Edelmetall-Anbieter hat im vergangenen Jahr eine deutliche Verbesserung seiner Angebotspalette und seiner kundenspezifischen Dienstleistungen vollzogen. Dass diese Offensive von Erfolg gekrönt war, belegen nun auch unabhängige Instanzen. Wie man in der „Focus Money“-Ausgabe Nummer 02/2016 nachlesen kann, hat sich die Mühe gelohnt. Auch das Geschäftsjahr 2015 erwies sich für die Wiesbadener Edelmetallhändler als in der Strategie goldrichtig. Daher blickt der Edelmetallhändler „GoldSilberShop.de GmbH“ mit Zuversicht in das Jahr 2016. Ein hervorragendes Testergebnis gehört sicher zu den angenehmen Image-Förderern. Solche Signale werden auch bei den Anlegern nicht überhört.

Investoren suchen kundenorientierte Anbieter

Wer als Anleger ein Wertdepot anlegt, sollte auf jeden Fall auch Edelmetalle integrieren. Im Edelmetalltest gibt „Focus Money“ in Heft 02/2016 einen Tipp ab, wo sich Investoren gut beraten sehen können. Die aufwendige Untersuchung unter führenden Edelmetallhändlern in Deutschland ergab, dass viele Edelmetall-Händler ausgezeichnete Serviceleistungen anbieten. Bei manchen sind für Verkauftes kundenfreundliche Preise zu erzielen oder im Ankauf zu erhalten. Bei vielen gibt es eine eindrucksvolle Auswahl an Barren oder Edelmetall-Münzen. Es erstaunt daher nicht, dass viele der bekannten Namen in dieser Branche auf den vorderen Rängen platziert wurden. Doch was den Sieger ausmachte, war die zusammengezogene Gesamtbewertung. Hier lag der Wiesbadener Edelmetallhändler „GoldSilberShop.de“ eindeutig vorn. Als Spezialist für Gold- und Silberbarren, Münzen und Anlagediamanten darf dieser Edelmetall-Händler sich nun mit recht als „Bester Goldhändler Deutschlands“ bezeichnen. Die „GoldSilberShop.de GmbH“ bewies in den Disziplinen Service und Lagerung sowie beim An- und Verkauf von Edelmetallen Spitzenleistungen. Den vollständigen Testbericht können Interessenten hier abrufen.

Eine Auszeichnung kommt selten allein

Bei den ausgezeichneten Wiesbadener Edelmetallhändlern herrscht große Freude. Firmeninhaber Tim Schieferstein verriet, dass sein Geschäft erst vor Kurzem das Prädikat „Edelmetallhändler des Jahres 2015“ von der Goldbarren-Wiki.de erhalten hatte. Auch hier wurde besonders hervorgehoben, dass das breit gefächerte Produktsortiment zu dieser Bewertung geführt hatte. Beide Auszeichnungen verstehe man als Ansporn, sagte Schieferstein gegenüber der „Focus Money“. Sein Unternehmen sei mit dem erklärten Ziel angetreten, die Nummer eins unter den deutschen Edelmetallhändlern zu werden. Die Ausweitung der Serviceleistungen hat das Unternehmen diesem Ziel einen bedeutenden Schritt näher gebracht. Logistik- und Prozessoptimierungen, die Eröffnung eines Onlineshops, optimierte oder anonyme Einkaufsmöglichkeiten sowie die bankenunabhängige Einlagerung von Edelmetallen haben sich ausgezahlt. Wenn Sie in Deutschland hergestellte Goldbarren ankaufen möchten oder per Newsletter über die Edelmetall-Analysen des Marktexperten Markus Blaschzok informiert werden wollen, sind Sie beim „Goldsilbershop“ aus Wiesbaden genau richtig.

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Das Spiel der EZB geht nicht auf und Gold gewinnt zunehmend an Bedeutung

Die EZB dreht die Geldhähne weiter auf, in der Hoffnung das sich durch die sinkenden Kreditzinsen Unternehmen leichter tun ihr Geld in produktive Bereiche zu stecken und dadurch das Wirtschaftswachstum positiv zu stimulieren. Doch die billige Geldpolitik erweist sich als Trugschluss und schafft neue Blasen.

Eigentlich sollte die Niedrigzinspolitik und das Kaufen stätig neuer Staatsanleihen durch die EZB zu neuen Wachstumsimpulsen führen. Firmen sollten es so einfacher haben Geld aufzunehmen und so wiederum für mehr Beschäftigung und Wachstum sorgen. Staaten sollten dadurch gleichzeitig die Gelegenheit bekommen sich zu refinanzieren – besonders die mittlerweile hoch verschulden Südstaaten, wie bspw. Italien, Griechenland aber auch die zweitgrößte Volkswirtschaft der Eurozone Frankreich.

Doch obwohl die EZB den Geldhahn immer weiter aufdreht, geht die Rechnung nicht auf. Ganz im Gegenteil, die eigentlichen gesetzten Ziele entwickeln sich, durch die Maßnahmen der billigen Geldpolitik der EZB, zunehmends in genau die andere Richtung:

  1. Anstatt, dass die Firmen das Geld in produktive Bereiche investieren, welche für „langfristiges“ Wachstum sorgen, wird das Geld allen voran in Aktien gesteckt, wodurch die Börsen weltweit schwindelerregende Höhen erreicht haben. In China kam man kurz nach der Jahreswende zu der plötzlichen Erkenntnis, dass die Unternehmen weit überbewertet sind. Hoopla. Seit dem 1. Handelstag dieses Jahres sinkt der Börsenkurse in China nun bereits Tag für Tag und ein Ende ist noch nicht in Sicht.

Dies erinnert mich an Japan: Auch die japanischen Börsen stiegen und stiegen. Bis zum Jahre 1989 war der Kurs des Nikkei bei oberhalb von 40.000 Punkten. Seitdem ging es immer weiter runter und selbst im Jahre 2013 war der Nikkei noch unterhalb von 10.000 Punkten. Erst mit der billigen Geldpolitik in Japan, wo die Notenbank also ähnlich wie in Europa agiert, wurden die Kurse erneut aufgebläht. Mit gestiegenen Unternehmensgewinnen haben die gestiegenen Kurse aber nichts zu tun, weder in Japan, noch in Europa. Übrigens, der Nikkei ist trotz dieses Zaubertricks weit von seinem Höchststand der 40.000 Punkte entfernt und bewegt sich aktuell gerade mal um die 17.000. Selbst 40.000 wäre nach so langer Zeit real ein Verlust, denn 40.000 von 1989 sind in Kaufkraft viel mehr wert als 40.000 in heutiger Währung wären, aber das nur am Rande. Es wird spannend zu beobachten sein ob die Börsen in China, Europa und den USA eine ähnliche Entwicklung erleben werden.

2. Doch nicht nur die Börsenkurse stiegen – wesentlich mit verursacht durch die billige Geldpolitik – seitdem gewaltig, auch sind mittlerweile Geschäftsmodelle entwickelt worden, welche bei einem normalen Zinsumfeld unproduktiv wären. 

3. Selbst die Staaten haben die günstigen Zinsen zur Refinanzierung nicht genutzt.

4. Viel schlimmer noch: Durch diese Politik der EZB haben sich nun sogar Staaten an den niedrigen Zins gewöhnt und glauben offensichtlich es würde immer so munter weitergehen. Nicht auszudenken was passiert, sobald die Zinsen plötzlich steigen würden. Zur Erinnerung: Schon jetzt – obwohl die Zinsen Rekordverdächtig günstig sind – stecken viele Staaten nahe am Staatsbankrott.

Doch sowohl Japan, wie auch die europäischen Staaten haben mit der niedrigen Geldpolitik, in meinen Augen, vor allem eine Hoffnung. Sie wollen die Inflation enorm steigern um so die immensen Staatsschulden zu entwerten. Die EZB sagt ganz offen, dass die aktuelle Inflation zu niedrig sei und man 2 Prozent ansteuere. Ich bin der Meinung, das dies nur die halbe Wahrheit ist und man sich in Zukunft eine wesentlich höhere Inflation wünscht. Die Politiker wollen und können ihren Wählern einfach nicht die Wahrheit sagen, dass das System am Ende ist bzw. ein Restart erforderlich wäre um die Schulden wieder auf ein gesundes Niveau zurückzuführen, also wird man versuchen das System durch die Hintertür zu resetten, d.h. durch (steigende) Inflation oder/und Währungsreform.

Diese Politik wird in Zukunft besonders die Sparer in Geldanlagen enteignen. Denn ein Zins von bspw. 2% im Jahre nach Abzug der Inflation von ebenso 2% ist real ein Nullsummenspiel. Und je höher die Inflation ansteigen wird, umso höher wird der negative Zins. Gold wird daher in Zukunft zur Aufbewahrung und Schutz des Vermögens wieder zunehmend an Bedeutung gewinnen. Wie sagte letztens der Börsenguru Marc Faber in einem einem US-Fernsehsender: „Ich denke, das Problem ist, dass eines Tages das ganze Finanzsystem implodiert.“ Gold wird schon bald als Stabilitätsanker glänzen. Der Euro wird, durch die billige Geldpolitik der EZB, immer und immer weicher werden und der weise Satz: „Geld verfällt und Gold erhält!“ gilt dann mehr denn je! Klug also schon jetzt regelmäßig einen Teil seines Geld in Gold abzusichern – ein Goldsparplan ist dabei sicherlich die bequemste Variante – und erlaubt so zusätzlich am Cost-Average-Effect zu partizipieren.

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Börsencrash China am 1. Handelstag – Vorboten für einen Finanzcrash 2016?

Katastrophaler hätte das Jahr kaum beginnen können. In China fällt die Börse innerhalb weniger Stunden um 8,5 Prozent und wird daraufhin komplett eingestellt. Vorboten für einen Finanzcrash 2016?

Im letzten Jahr bin ich immer wieder auf die Risiken in China eingegangen und, dass die Blase in China schon bald an mehreren Hotspots platzen könnte. Hier nur einige Gründe:

  • so sind die Immobilienpreisentwicklungen in China längst jenseits von gut und böse. Dem nicht genug, wurden mittlerweile, in der Hoffnung auf das große Geld, ganze Geisterstädte in China erschaffen, in denen zehntausende Wohnungen leer stehen.
  • Es haben sich in China viele Geldinstitute etabliert, die der Staat kaum kontrollieren kann.
  • Mit gigantischen Subventionen des Staates wurden astronomische Überkapazitäten aufgebaut, Produkte welche also erschaffen wurden aber keinen Absatz finden, bspw. in der Solarindustrie.
  • Die Geldinstitute haben riesige Kredite verliehen, ohne Sicherheiten zu verlangen und für viele windige Geschäftskonzepte und verschwenderische Investitionen.
  • Die Intransparenz der Regierung in China bezüglich der echten Wirtschaftsdaten sorgt zunehmend für Zweifel in die tatsächliche Wirtschaftsleistung des Landes und für ein sinkendes Vertrauen der Investoren und genau dieses zunehmende Misstrauen wurde nun bestätigt, indem festgestellt wurde, das sich die Wirtschaft im Jahr 2015 wesentlich schlechter entwickelt hat als zuvor angenommen, daraufhin kollabierte, am 1. Handelstag im neuen Jahr, die Shanghaier  Börse und verlor um 8,5 Prozent und etwa 629 Milliarden USD wurden vernichtet.

Dadurch, dass die Fed kurz vor Jahresende die Zinsen erhöht hat, könnte zusätzlich Geld aus China in die USA abfließen und somit China mehr und mehr ausbluten lassen. Gleichzeitig wird es für China und die Schwellenländer so schwerer ihre Schulden in USD zu bedienen. Erhöhen die Notenbanken in China und den Schwellenländern nun ebenfalls die Zinsen um das Kapital im eigenen Land zu halten, droht ein erneutes Abwürgen der Wirtschaft und ein erneuter Finanzcrash.

Auch Europa und Deutschland wären davon betroffen, denn besonders Deutschland ist stark vom Export anhängig. Zudem sind die europäischen Staaten hoch verschuldet, ebenso wie die Unternehmen und Privathaushalte welche mit 180 Prozent des BIP in der Kreide stecken.

Doch diesmal droht nicht nur ein erneuter Finanzcrash 2016, sondern unser Geld könnte sich sprichwörtlich von heute auf morgen in Luft auflösen. Schon jetzt sehen einige führende Wirtschaftswissenschaftler, wie bspw. Prof. Dr. Max Otte – welcher schon den Finanzcrash im Jahre 2008 als einer der wenigen richtig vorausgesagt hat – ein Endspiel des Finanzsystems. Nach seiner Aussage könnte die Wirtschaft sehr bald komplett zum erliegen kommen und unser Geld bald nichts mehr wert sein.

Fazit: Die Finanzkrise aus 2008 hält weiter an und wurde faktisch nur aufgehoben. Die Probleme sind nach wie vor da, welches allein schon die weiter rasant ansteigenden Schuldenberge der Staaten aufzeigen. Die Wirtschaft wurde nach 2008 lediglich durch immer und immer neue Geldspritzen und Subventionen am laufen gehalten, ebenso durch die Nullzinspolitik der Notenbanken, wodurch sich Kredite so günstig aufnehmen lassen wie nie zuvor. Dadurch allerdings steigen die Risiken, wie vor allem China zeigt, das Geld in nicht nachhaltige Bereiche fließt und neue Blasen, wie bspw. am Aktien- und Immobilienmarkt, kreiert. Um nur ein Beispiel zu nennen, das börsennotierte Unternehmen Amazon hat mittlerweile eine KGV von 1.000, d.h. wenn Sie bspw. einen Gewinn (nebenberuflich) von 1.000 Euro im Jahr machen würden, hätte ihre Kleinstfirma einen Wert von 1 Million Euro, sie wären also von heute auf morgen Millionär. Dieses Beispiel allein zeigt, welche irrwitzigen Ausmaße und Blasen bereits erschaffen wurden, die Dotcom-Blase lässt grüßen. Ob 2016 eine erneuter Finanzcrash kommt kann niemand voraus sagen, doch die Gefahren sind definitiv erheblich gestiegen.

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Goldpreisprognose 2016

Wie lautet meine Goldpreisprognose 2016? Kann man hierzu überhaupt seriös eine Prognose erstellen?

Wer Gold als Anlage verstanden hat der hält Gold vor allem aus „langfristiger“ Sicht! Alle Aussagen zur kurzzeitigen Goldpreisentwicklung halte ich für schlicht unseriös! Es ist faktisch kaum möglich eine Goldpreisprognose für 2016 aufzustellen, da schlicht zu viele Einflussfaktoren bestimmt werden müssten die den Preis den Goldes lenken. Von sogenannten „schwarzen Schwänen“ ganz zu schweigen, d.h. es können immer Ereignisse eintreten die selbst der beste und aufmerksamste Beobachter nicht hätte kommen sehen. So hat bspw. die Finanzkrise 2008 kaum jemand richtig prognostiziert und genau das selbe Ereignis könnte möglicherweise 2016 erneut eintreten.

Ich sage natürlich nicht das es so kommt, geschweige das ich es erwarte, doch es würde mich nicht im geringsten überraschen wenn bereits nächstens Jahr ein neuer Crash eintreten würde. Damit würde natürlich auch der Goldpreis, antizyklisch zur Wirtschaft, profitieren. So wie eben im Jahre 2008, als plötzlich die Anleger nahezu panisch in den letzten sicheren Fels in der Brandung Gold flüchteten. Dumm nur, das Gold zu diesem Zeitpunkt faktisch überall ausverkauft war. Viele Edelmetallhändler konnten auf Monate kein Gold anbieten. Das alles feuerte den Goldpreis – Angebot und Nachfrage – natürlich umso stärker an, so dass der Preis für Gold auf neue Höhen von bis zu oberhalb 1.900 USD die Feinunze, in der Spitze, emporsprang.

Könnte sich dieses Szenario womöglich wiederholen? Meiner Meinung nach ist es lediglich eine Frage der Zeit! In diesem Fall, falls erneut die Finanzkrise ausbricht, würde die Goldpreisprognose 2016 zumindest bezüglich der Richtung sehr leicht fallen, denn Gold ist und bleibt die ultimative Sicherheit für das Vermögen. Dies wissen nicht nur die Zentralbanken – welche hohe Bestände in Gold aufbewahren – sondern auch immer mehr Privatpersonen. Wie hoch Gold dann, im Falle eine erneuten Crashs, steigen würde, kann man hingegen nicht seriös beantworten. Dies kommt ganz auf die Auswirkungen des Crash, der daraus steigenden Unsicherheit und natürlich auf die Reaktion der Investoren an. Je höher die Unsicherheit und umso mehr Anleger ins Gold flüchten umso tendenziell höher wird der Goldpreis davon profitieren.

Da, entgegen zum Jahre 2008, mittlerweile selbst die Staaten hoch verschuldet sind und nicht wenige kurz vor dem Staatsbankrott stehen, würde bei einem auch nur annähernd gleich großen Crash die Unsicherheit wohl um ein vielfaches höher ausfallen und somit ebenso die Flucht in das sichere Gold. Denn die Staaten werden nicht noch einmal das Budget zur Verfügung stellen können Banken und Co vor der Zahlungsunfähigkeit zu retten wie es im Jahre 2008 der Fall war. Würden die Staaten es hingegen doch tun, würden sie direkt in die Insolvenz rutschen. Alle, egal ob USA, Japan, China oder Europa – inkl. Deutschland – haben gewaltige Schuldenberge angehäuft, welche schon jetzt kaum noch zurückzahlbar sind.

Daher kann ich zur Goldpreisprognose 2016 nur folgendes sagen: Ich würde mich freuen wenn der Goldpreis sogar noch etwas sinken würde, damit jeder die Gunst der Stunde zusätzlich nutzen kann um sich weiterhin preiswert – wie ein kluger Kaufmann – einzudecken, umso früher oder später vom erneuten Anlauf des Goldpreises zu profitieren. Möglicherweise könnte der nächste Goldpreissprung wesentlich schneller folgen, bspw. im Falle eines erneuten Crashs, als uns allen lieb ist. In dem Fall wird man froh sein überhaupt Gold zu haben, denn viele andere Anlagen könnten dann entwertet werden. Mit Gewissheit kann man sagen, dass der nächste Crash definitiv nicht eine Frage des ob, sondern nur das Wann ist. 2016 könnte es soweit sein, vielleicht aber auch nicht.

In jedem Fall werden mehr und mehr Investoren und Privatleute, allein schon aufgrund der weiterhin rasant wachsenden Schuldenberge der Staaten, zurecht skeptisch werden und so nach und nach ihr Vermögen verstärkt in Gold absichern. Auch die Zeiten der Euphorie an der Börse und der steigenden Kurse – welche fast nur durch das billige Geld, statt positiver Unternehmensentwicklungen getrieben wurden – wie am Immobilienmarkt dürften nächstes Jahr abflauen. In diesem Jahr lag ich bspw. mit meiner Prognose bei 12.000 Punkten aus zusteigen fast Punktgenau richtig, denn seitdem hat sich der DAX wieder weit unterhalb von 11.000 positioniert.

Auch die Zinsen werden 2016 wohl nahe Null bleiben. Auch wenn die FED, übrigens ebenfalls von mir richtig vorausgesagt, den Zins um 0,25% angehoben hat, sehe ich dies mehr als symbolischen Charakter als einen echten Zinswechsel. Somit werden also auch Zinsanlagen weiterhin unattraktiv bleiben und zunehmend gefährlich, denn die Schulden der Staaten werden früher oder später beglichen werden müssen. Ich erwarte hier ein ansteigen der Inflation, damit die Schulden durch die Hintertür entwertet werden. Dies ist den Politikern viel bequemer als dem Volk erklären zu müssen neue Steuern zu erheben. Gold wird also auch von dieser Seite aus, als quasi nahezu letzte Anlage mit Wertsteigerunsgpotential, bei vor allem immer höherer Relevanz von Sicherheit, zunehmend attraktiv.

Fazit: Auch wenn sich eine Goldpreisprognose 2016 nicht seriös voraussagen lässt, sprechen alle Fakten für Gold. Die Unsicherheit nimm zu, die große Euphorie ist vorbei und Gold gerät auch aus Mangel an Alternativen zunehmend zurück ins Blickfeld der Anleger. Inwieweit der Goldpreis davon schon 2016 profitiert werden wir sehen. Bei einem erneuten Crash könnte es quasi von heute auf morgen sein und dann wird niemanden mehr eine Goldpreisprognose 2016 interessieren, sondern froh sein überhaupt noch rechtzeitig Gold erworben zu haben. Doch „langfristig“ ist die Richtung eindeutig vorbestimmt und wer eh regelmäßig einen Teil in Gold absichert, bspw. bequem durch einen Goldsparplan, der profitiert so oder so vom Cost-Average-Effect.

Weitere „langfristige“ positive Auswirkungen auf den Goldpreis, wie bspw. der Peak of Gold oder die steigenden Minenkosten von jährlich etwa 18%, wobei die meisten Minen schon jetzt unterhalb der Gewinnschwelle produzieren, geschweige beim aktuellen Goldpreis ihre Kosten decken können, noch gar nicht erwähnt. Somit ist der Goldpreis aktuell, und zunehmend immer mehr, stark unterbewertet! Falls der Preis dennoch noch etwas längerfristig so günstig bleiben sollte, können wir nur dankbar sein, denn früher oder später wird sich die Wahrheit durchsetzen und somit auch der Preis steigen. Daher sollte niemanden die Goldpreisprognose 2016 interessieren, sondern die „langfristige“ Goldpreisentwicklung. Wer mit Gold hofft kurzfristig Gewinne zu erwirtschaften, der hat die Anlage eh falsch verstanden und sollte lieber Anlagen mit „festen“ Zinsen wählen.

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Goldpreisentwicklung 2015 – war Gold kaufen dieses Jahr tatsächlich eine so schlechte Idee?

Im Mainstream hat man dieses Jahr ja mal wieder viel negatives bezüglich der Goldpreisentwicklung gehört. Doch wie hat sich der Goldpreis in diesem Jahr tatsächlich entwickelt?

Menschen welche Informationen nicht selber kritisch prüfen würden sich wohl sicher sein, das Gold dieses Jahr einer schlechte Entwicklung genommen hat. Dem ist allerdings, für viele wohl überraschend, absolut nicht so, Gold ist dieses Jahr um 4,1% (Stichtag: 27.12.2015) gestiegen und dies im Übrigen sogar  – nach einem Jahr Spekulationszeit – Steuer befreit.

Welche Anlage hat dies wohl dieses Jahr noch geschafft und auch nur annähernd 4,1 Prozent erreichen können? Vielleicht ein Riestervertrag? Ein Bausparvertrag? Eine Kapitallebensversicherung? Ein Sparkonto? Definitiv nicht! Und das Beste, im Gegensatz zu klassischen Geldanlagen kann Gold niemals wertlos werden!

Video: Goldpreisentwicklung in Euro 2015 

Dem nicht genug, ist Gold eine Anlage welche absolute Flexibilität ermöglicht, d.h. man kommt jederzeit wieder an sein erspartes heran. Bei einem Riestervertrag hingegen muss man  erstmal bis zur Rente sparen und erhält später lediglich einen Teil ausbezahlt. Wobei die meisten nicht einmal in ihrem Leben das wieder heraus bekommen was sie eingezahlt haben. Von der Tatsache das bei der Riestervorsorge die meisten sogar komplett umsonst einzahlen, da die Riesterbeiträge nicht auf die Rente oben drauf, sondern mit der Grundrente verrechnet wird, noch gar nicht erwähnt.

Gold ist also nicht nur im Jahre 2015 eine absolut sinnvolle Anlage aus der Wertentwicklung betrachtet gewesen, sondern auch aufgrund vieler anderer wichtiger Aspekte! Angefangen von der Sicherheit – es gibt wohl keine sicherere Anlage – , über die Flexibilität, dem Steuervorteil und der schlichten Tatsache an Mangel an Perspektiven. Für mich persönlich ist Gold vor allem aufgrund der Sicherheit bei gleichzeitigen Wertsteigerungspotential die ultimative Anlage! Welche Anlage bietet sonst noch vergleichbares Potential bei gleichzeitigem Null Totalverlust-Risiko? Etwa ein Riestervertrag? Ein Sparkonto? Eine Lebensversicherung? Ein Bausparvertrag? Eine Aktie? Eine Anleihe? Nein! Allein schon aufgrund dieser Sicherheit, unabhängig der zukünftigen Wertentwicklung, gehört Gold für mich in jedes gesunde Vermögensportfolio definitiv dazu! Auf alles andere hingegen kann man verzichten, denn Geld verfällt, doch Gold erhält!

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Finanz-System vor dem Supergau: FED steckt in der Zwickmühle

Egal wie die Geldpolitik der FED in Zukunft aussehen mag, d.h. ob sie den Zins erhöht oder nicht, es wird die falsche Entscheidung sein.

Durch die Niedrigzinsen ist eine wahre Vermögensblase in den Aktienmärkten und bei den Immobilien entstanden. Doch nicht nur dort. Auch bei den Investmentfonds droht eine ähnliche Situation wie 2008, welche schon allein für sich genommen beeindruckende Parallelen zur Finanzkrise aufweist. Doch was hat das nun alles mit der Fed zu tun? Ganz einfach: Bleibt der Zins so niedrig, werden diese Vermögensblasen weiter ausufern, wodurch letztendlich ein kommender Crash wohl umso gewaltiger ausfallen würde.

Zudem steigt die Gefahr einer plötzlich auftretenden ausufernden Inflation, denn die Geldmenge der Fed ist seit 2005 fast um das doppelte gestiegen, dennoch blieb die Inflation bisher aus, wie die folgenden Abbildung aufzeigt.

Fed druckt immer mehr Geld

Fed druckt immer mehr Geld Quelle: FAZ

Aber Moment mal: Die Inflation ist nicht gestiegen? Wirklich? Der routinierte Beobachter weiß, das in der Inflationsberechnung nicht die Aktienmärkte und Immobilien enthalten sind. Da das neu geschaffene Geld nicht in Produkte, sondern vor allem in Aktien und Immobilien gesteckt wurde, sind die steigenden Preise, also die Inflation, genau dort eingetroffen wo sie nicht einberechnet werden. Zudem verzehrt der sinkende Ölpreis den Warenkorb der Inflationsberechnung nicht unwesentlich.

Dennoch muss man sagen, dass die Inflation immer noch außerordentlich moderat ist, selbst wenn man diese Faktoren berücksichtigt. Fakt ist aber, früher oder später wird die Inflation, durch die wachsende Geldmenge, unweigerlich durchschlagen und dann, ähnlich wie Zahnpasta die aus der Tube kommt, nicht mehr so leicht zurückgedrängt werden können. Es ist also ein riskantes Spiel welches man nicht zu lange betreiben sollte, d.h. früher oder später muss der Zins erhöht werden, da ansonsten die Auswirkungen zunehmend katastrophale Ausmaße einnehmen.

Doch jetzt steckt die FED in einem Dilemma, denn steigt der Zins, könnten viele Marktteilnehmer erneut in Panik geraten und einen Ausverkauf beginnen. Vor allem darin begründet, das viele Investoren durch das billige Geld in Gier geraten sind und mehr gekauft haben als sie eigentlich hätten dürfen. Zudem würden die Aktienmärkte tendenziell im Preis sinken, da 1. Zinsanlagen wieder attraktiver werden und so den Aktien Konkurrenz und 2. Kredite teurer, welche viele Marktteilnehmer aufgenommen haben, um in Aktien zu investieren.

Dem nicht genug, sind viele Staaten weltweit in Dollar verschuldet, allen voran China, mit über 1 Billion US-Dollar. Je stärker also der Dollar, umso höher die Schuldenlast und umso unwahrscheinlicher eine Refinanzierung. Sehr rasch könnte faktisch über Nacht der erste hochverschuldete Staat unter der Last zusammenbrechen und eine Pleitewelle auslösen, welche die Bankenkrise 2008 womöglich in den Schatten stellen könnte.

Und dann bleibt da noch die USA selbst, welche einen extremen Schuldenberg aufgetürmt haben und Inflation eigentlich nur recht sein könnte, um die gigantischen Schulden zu entwerten. Wie man sieht, steckt die FED in einem gewaltigen Schlamassel, egal was sie letztendlich macht, es wird die falsche Entscheidung sein, das System neigt sich daher, meiner Einschätzung nach, dem unweigerlichen Ende.

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