Warnung vor Goldsparplänen mit Einrichtungsgebühren

Einige Goldsparplananbieter auf dem Markt erinnern mich an das damalige Stromunternehmen Teldafax mit seinem irrwitzigen Geschäftskonzept. Man lockte mit günstigen Konditionen, erhielt diese aber nicht ohne Vorfinanzierung/Kaution. Plötzlich verschwand dann das Unternehmen vom Markt, weil das Geschäftskonzept von Anfang an nicht Tragfähig war. Die Kunden welche auf günstigen Strom gehofft hatten, schauten letztendlich dumm aus der Wäsche. Im Endeffekt wurden viele teuer bestrafft! Die Girr vieler Leute wurde mal wieder schamlos ausgenutzt.

Eine ähnliche Situation im Goldsparplanmarkt. Momentan beobachte ich ähnliche Anbieter welche Goldsparplananleger mit günstigen Goldkonditionen zu ködern versuchen. Günstige Konditionen bzw. auf den ersten Blick günstige Goldpreise, welche wahrhaftig gar nicht günstig sind oder sich bestenfalls für größere Anleger lohnen und noch dazu, besonders für den kleinen Sparer riskant sind. Warum? Zu einem macht nicht allein der Goldpreis einen Goldsparplan aus, sondern die Gesamtkonditionen. Viele Kunden achten verkehrter Weise immer wieder nur auf den Goldpreis, statt sich die Gesamtkonditionen des Goldsparplanvertrages anzusehen, sprich das Kleingedruckte anzuschauen. Wer diese dann sorgsam durchliest, stellt fest, dass sich hinter einem anfangs verlockenden Angebot bezüglich super Goldpreise schnell eine Mogelpackung verbirgt. Logisch, denn irgendwo muss die Firma ja schließlich auch Geld verdienen.

Aber es kommt noch dicker, viele Sparer wissen nicht, das eine Einrichtungsgebühr, Depoteröffnungsgebühr oder auch oft Kaution genannt, nicht als Sondervermögen gilt, d.h. im Falle der Insolvenz des Unternehmens ist dieses Geld grundsätzlich weg. Beachten Sie bitte: Nur das Geld welches direkt in Gold getauscht wird, gilt grundsätzlich als Sondervermögen. Gerade der kleine Sparer, welcher also bspw. nur 50 Euro pro Monat in Gold tauscht, erliegt somit einem hohen Verlustrisiko, denn so länger dieser nur für die Einrichtungsgebühr (auch Kaution oder Eröffnungsgebühr genannt) zahlen muss, umso höher die Wahrscheinlichkeit einer Insolvenz des Unternehmens und somit das Risiko des Totalverlustes.

Machen Sie also beim Goldsparplanerwerb nicht den Fehler in Girr zu verfallen. Bei verdächtig günstigen Konditionen sollten sie skeptisch werden, denn irgendwo muss auch das Unternehmen verdienen. Ist der Goldpreis sehr günstig, besteht der Verdacht, dass es sich nicht um ein langfristiges Geschäftskonzept handelt und der Goldsparplananbieter schnell wieder vom Markt verschwunden ist und das dann generell weit bevor, die meisten Kunden die Einrichtungsgebühr begleichen konnten. Trotz allem bieten einige Goldsparplanbieter gute Konditionen und Goldpreise welche sogar unter dem Bankendurchschnitt liegen und das ganz ohne Abzocke via Depoteröffnungsgebühren oder fragwürdiger Geschäftsmodelle welche rein von Vorleistungen profitieren.

Es gibt im Übrigen sogar einen Goldsparplanbieter, welcher nicht nur gänzlich ohne Einrichtungsgebühren auskommt, sondern zugleich auf Mindestvertragslaufzeiten verzichtet. Bei allen uns bekannten Goldsparplänen bisher einmalig. Dies nennen wir optimale Fairness!

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2 Antworten zu Warnung vor Goldsparplänen mit Einrichtungsgebühren

  1. Alexandra sagt:

    Hallo,

    ich habe vor kurzem einen Goldsparplan einrichten lassen und ich mir nicht mehr sicher bin ob das eine abzocke ist…ich muß mindestens 12000 € ansparen bevor
    ich da dran komme und wenn ich das vorher auflöse bekomme ich kein cent zurück….

    • admin sagt:

      Hallo Alexandra,

      das ist ja echt heftig. Also mein klarer Tipp: Finger weg vor solchen zweifelhaften Anbietern.

      Sofern Du dort noch nicht all zu viel eingezahlt hast würde ich es definitiv stoppen und einen Anbieter wählen wo Du jederzeit an Deine Ersparnisse rankommst. Ist zwar etwas ärgerlich aber immer noch besser denke ich als wenn Du – bei dem alten (zweifelhaften) Anbieter – ewig nicht ran kommst. Hierzu mal nur ein Beispiel: Wenn Du bspw. 50 Euro pro Monat in Gold tauscht brauchst Du ganze 20 Jahre um an Dein Gold/Geld wieder ran zu kommen. Und selbst bei 100 Euro pro Monat noch stolze 10 Jahre. Ich finde es gerade bei Gold wichtig jederzeit darüber verfügen zu können, denn schließlich dient es mir in erster Linie als Sicherheit und ich kann es sogar in Worst-Case-Szenarien als Notgeld/Währungsersatz einsetzen, spätestens dann möchte ich mein Gold – zumindest einen Teil davon – bei mir daheim haben.

      Liebe Grüße

      Matthias Hagg

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