Die höchsten Hyperinflationen der Geschichte

Die Deutschen kennen Hyperinflationen noch zu gut, denn mehrmals in der Geschichte haben die Deutschen Sparer, immer wieder, durch Hyperinflationen ihre Vermögen verloren. Umso verwunderlicher ist es eigentlich, das gerade der Deutsche – trotz den bitteren Erfahrungen aus der Vergangenheit – den Großteil seines Vermögens erneut in Geldwerte (Lebensversicherungen, Riestervorsorge, Sparkonto) anlegt.

Die deutschen Bürger haben anscheinend die Zeit mittlerweile wieder vergessen als durch Hyperinflationen und Währungsreformen ihre Ersparnisse in Geldwerten nahezu komplett entwertet wurden. Mehr als 3 x in nur einhundert Jahren mussten deutsche Sparer in Kapitalanlagen immer wieder von vorne anfangen. Doch nicht nur die Deutschen mussten lernen was Versprechen der Politiker und Banken tatsächlich wert sind, sondern auch andere Nationen haben schmerzvoll erfahren wie schnell eine Hyperinflation alle Ersparnisse vernichten kann.

Ein Überblick über die höchsten Hyperinflationen seit 1900:

  • Ungarn: August 1945 bis Juli 1946. Die tägliche durchschnittliche Hyperinflationsrate lag bei 207 Prozent. Die Preise verdreifachten sich teilweise täglich. Arbeitern wurde der Lohn in der Regel 2 x am Tage ausgezahlt, so das sie in der Pause noch schnell ihre Einkäufe erledigen konnten.
  • Simbabwe: In den Mainstreammedien wurde kaum darüber berichtet, doch erst im März 2007 bis November 2008 hatte das Land Simbabwe mit einer täglichen Inflation von 98 Prozent zu kämpfen. Die Preise für die Produkte und Waren verdoppelten sich in etwa jeden Tag.
  • Jugoslawien: Von April 1992 bis Januar 1994 lag die Inflation bei etwa  64,6 Prozent, d.h. etwa  alle 1,4 Tage verdoppelten sich die Preise.
  • Deutschland:  Der Krieg war schon fast 5 Jahre vorbei, doch ein weiterer bitterer Rückschlag für die Bevölkerung sollte kommen. Von August 1922 bis Dezember 1923 hatte die Deutschen mit einer täglichen Hyperinflationsrate von 20,9 Prozent zu tun, das heißt etwa alle 3,7 Tage verdoppelten sich die Preise. Die Monatsinflation lag bei katastrophalen 29.500 Prozent. Das Papiergeld verlor schneller an Wert, als man es ausgeben konnte – was u.a. dazu führte, dass viele Bürger das frisch gedruckte Geld umgehend verfeuerten, statt davon etwa Kohle zu kaufen. Niemand konnte sich der Hyperinflation entziehen, selbst wer gerade versuchte in einer Bar genüsslich seinen Kaffee zu genießen, musste miterleben wie mehrmals in der Stunde die Kellnerin mit der Kreide erneut die Kaffeepreise festlegte/erhöhte.
  • Griechenland: Erst seit gut 20 Jahren hat Griechenland seine letzte Hyperinflation hinter sich. Sie lag vom Mai 1991 bis Dezember 1994 bei beeindruckenden 17,9 Prozent pro Tag. d.h. etwa alle 4,3 Tage verdoppelten sich die Preise. Die Hyperinflationsrate lag also ähnlich so hoch wie in Deutschland, nur einige Jahrzehnte zuvor.
  •  China: Von Oktober 1947 bis Mai 1949 lag die Hyperinflation im Riesenreich bei durchschnittlich etwa 14,1 Prozent täglich, d.h. etwa alle 5,3 Tage verdoppelten sich die Preise.

Doch selbst heutzutage – wo wir noch keine Hyperinflation haben – schauen Sparer in Geldwertanlagen in die Röhre. Denn halbwegs sichere Schuldner bieten nur noch Zinsen von 1 bis 2%. Da allein die Inflation weit oberhalb des Zinses liegt, aktuell bei etwa 2,6 Prozent, verliert der Papiergeldsparer täglich Kaufkraft. Gut für die Staaten welche so heimlich ihre Schulden entwerten, dumm für den treuen Papiergeldsparer.

Und ein Ende ist nicht in Sicht. Die Notenbanken werden zu einem immer mehr von der Politik beeinflusst und müssen die Zinsschranke unverändert nahe null lassen. Würden sie es nicht tun wäre der Euro längst Geschichte. Doch durch diese billige Geldpolitik steigt enorm die Gefahr von Inflation. Zum anderen wird gleichzeitig immer mehr Geld in den Markt gepumpt. Mehr Geld bedeutet ebenfalls langfristig steigende Inflation, denn sobald mehr Geld auf dem Markt ist als an realen Gütern gegenübersteht, schlägt sich dies in steigenden Preisen nieder. Alle Zeichen stehen also auf ausufernde/steigende Inflation.

Und auch die mittlerweile hochverschuldeten Staaten verschärfen die Situation zusätzlich. Denn nicht nur das sie über alle Ohren verschuldet sind, sie verschulden sich auch munter und ungeniert weiter. Anscheinend ist kein Politiker gewillt dem Volk mal endlich die Wahrheit zu sagen. So geht das Spiel bis zum unausweichlichen Game Over immer weiter, denn irgendwann muss jede Schuld – auch die der Staaten – beglichen werden. Und da Sie und ich der Staat sind, wissen wir genau wer letztendlich für die Schulden, wie immer in der Geschichte, bürgen wird. Es ist natürlich der Bürger der bürgt. Im übrigen liebe ich die ehrliche deutsche Sprache.

Allein um die horrenden Berge der bisherigen angehäuften Schulden abzubauen werden für Papiergeldsparer Jahrzehnte von Negativzinsen folgen (so entwerten die Staaten ihre Schulden), – man nennt dies übrigens „Finanzielle Repression“. Aufgrund der zusätzlichen dramatischen Zuspitzung der Staatsschuldenlage ist selbst eine Währungsreform (wahrscheinlich zuerst in Griechenland) und/oder eine Hyperinflation mittel bis langfristig nicht mehr unwahrscheinlich.

PS: Schutz vor Inflation und Hyperinflation bieten reale Werte (Sachwerte). Ein Goldsparplan ist die ideale Möglichkeit sein Vermögen abzusichern und kontinuierlich aufzubauen. Im Gegensatz zu anderen Sachwerten, wie einer Immobilie, erlaubt ein Goldsparplan jederzeitige Liquidität/Handlungsfähigkeit. Zudem ist Gold Abgabe- und Steuerbefreit. Es ist eine anonyme Anlageform (keine Gefahr wie bei Immobilienbesitzer – Lastenausgleich/Hypothekenzwangsanleihe). Und last but not least, ein Goldsparplan kennt keine Abschreibung (Instandhaltungskosten für Immobilie) und kann niemals pleite gehen (Aktien). Nicht nur in Zeiten der Hyperinflation empfiehlt es sich also über die alternative einer Goldsparplananlage nachzudenken, es ist viel mehr als „nur“ eine sichere Anlageform und bietet dem Sparer viele zusätzliche Vorteile.

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